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Lauf der Erinnerung 1914 - 2014

13.06.2014 Nieuwpoort-Yeper

 

Der Start für den Staffellauf "Lauf der Erinnerungen" erfolgte pünktlich um 8:15 Uhr an der Autobahnraststätte Aggertal, dem Treffpunkt für die Gummersbacher Gruppen. Die Läufer aus Burg mussten einen anderen Weg nach Nieuwpoort fahren und die Wohnwagenfahrer waren schon einen Tag früher gestartet.

Die Fahrt nach Nieuwpoort verlief problemlos, wenn man von der Panne mal absieht, die Volker und Anke kurzfristig am Weiterfahren hinderte. Die Bremsen ihres Autos versagten schon nach wenigen Kilometern und sie mussten in die Werkstatt fahren. Dadurch verzögerte sich die Ankunft der beiden geringfügig.

Die ersten beiden Busse aus Gummersbach - gesponsorte Fahrzeuge vom Deutschen Roten Kreuz - waren schon früh am Nieuwpoorter Hafen angekommen. Die Zeit bis zum gemeinsamen Start aller Läufer - 20 Gummersbacher, 7 Burger und eine kanadische Läuferin, die zur Zeit in London lebt - konnte mit einem kurzen Strandspaziergang sinnvoll genutzt werden. Norbert und Stephan konnten sich nicht zurückhalten und badeten sogleich im warmen Meerwasser.

 

Der Start des Laufs konnte leider nicht pünktlich erfolgen, da unsere Gruppen sehr verteilt waren, Die Burger waren versehentlich direkt zur Unterkunft nach Yeper gefahren und mussten erst einmal nach Nieuwpoort zurück, der dritte Gummersbacher Bus hatte Probleme mit der Straßenführung. Das Wohnmobilteam durfte nicht an den Strand fahren. In der Wartezeit wurde das bereits startklare Gummersbacher Team aber sehr fürsorglich von einer belgischen Polizistin mit Motorroller betreut.

Als wir dann endlich alle beisammen waren, konnte es nach ein paar Fotos endlich losgehen.

Die Begrüßung erfolgte durch den Stadtbeigeordneten für Sport und Jugend der Stadt Nieuwpoort. Nach üblichen Runterzählen liefen alle Läufer gemeinsam die wunderschöne Strandpromenade entlang zum Markt mit seinen malerischen Häuserfassaden. Von dort gingen dann die ersten beiden Läufer mit einem Fahrradfahrer als Trackingfinder auf die nächste Etappe bis zum Wechselpunkt Museum Totengang an der Izer. Auf dieser Etappe traten die ersten Kommunikationsprobleme zwischen Läufern/Radfahrer und Koordinaten, Tracking und GPS auf. Davon ahnten allerdings die wartenden Läufer am Museum nichts. Sie nutzten die Zeit für eine Besichtigung der Totengänge.

 

Hier besichtigten einige Läufer die belgischen Stellungen und schauten auf die deutschen Stellungen, die nur drei- bis fünfhundert Meter entfernt lagen. Es ist unglaublich, wie dicht die Frontlinien auf Rufweite lagen. Die Gänge sind beklemmend eng und gaben nur annähernd die Auswirkungen auf die Soldaten wieder.

 

Weiter ging es durch idyllische Kanallandschaften mit alten Booten und schönen Buchten. Auch hier erinnerten viele Denkmäler an die Geschehnisse des Großen Krieges. Das Wetter war traumhaft sonnig und wirklich sehr heiß. So heiß, dass am Wechselpunkt Steerstraat erst Volker M., dann auch Stefan und Uli ohne alles im Kanal baden mussten, um sich nach dem anstrengenden Lauf abzukühlen. (Die Fische schwammen kieloben.)

 

Zum Zielpunkt des Tages, Menin Gate, liefen wir dann gemeinsam. Die Burger erwarteten uns dort. Am Menin Gate findet täglich um 20:00 Uhr ein Zapfenstreich mit Kranzniederlegungen zum Gedenken an die Gefallenen statt, deren Körper nie gefunden wurden. Unsere Gruppe legte durch Stefan, Dominique und Maureen auch ein Blumengesteck im Rahmen der Zeremonie nieder. Das Ganze war sehr bewegend und die Namen der 100.000 Gefallenen, die in das Tor gemeißelt waren, sehr bedrückend. Der Andrang am Tor war übrigens so groß, dass der Rest der Gruppe leider nichts von der Zeremonie sehen konnte. Dank Hans wurde das alles zum Glück auf Video aufgezeichnet.

 

Der Tag wurde dann mit einem gemeinsamen Essen in einer Pizzeria beendet. Anschließend ging es zur Unterkunft, dem Pfadfinderheim Yeper, wo wir dann vor verschlossener Tür standen.

Das Warten auf die Türöffnung ließ den Läufern noch genug Zeit, um die marode Fassade zu bewundern und das 1:5 zwischen Spanien und den Niederlanden in einem Nachbarlokal zu bestaunen.

Über 25 sehr enge Treppenstufen ging es dann hinauf zur ersehnten Bettruhe, die für die erste Gruppe des nächsten Tages schon nach vier Stunden zu Ende war. Für einige war die Nacht noch kürzer, weil sie sich an die Schnarchgeräusche noch gewöhnen müssen.

 

 
































14.06.2014 - Von Yeper nach Albert

 

Am Vorabend teilte unser Cheforganisator Stefan uns Läufer nach dem Essen in drei Teams ein, die sich die Tagesetappen in Wechselschichten einteilen sollen. Im Team „Gummi 1“ laufen: Katrin, Angela, Anke, Bettina, Gabi, Hans, Norbert, Stephan und Volker. Im Team „Bürger und eine Bürgerin“ sind: Martina, Bernd, Falk, Gerald, Holger, Sigi, Klaus, Marko, Andreas und Volker O. Das Team „Gummi 2“ besteht aus: Stefan, Dominique, Hannah, Ilona, Maureen, Sabine, Christian, Peter, Oskar und Uli.

Die folgenden Beschreibungen der „Tour d’Histoire“ geben die Eindrücke von Team „Gummi 1“ wieder und können daher nicht vollständig sein.

Team „Gummi 1“ hatte die Aufgabe, den ersten Frühdienst anzutreten. Anke, Bettina und Volker boten sich freiwillig für die ersten zwei Laufetappen an, Hans übernahm das Fahrrad. Sie starteten hochmotiviert und munter so gegen 5:30 Uhr morgens in Yeper – ohne Frühstück natürlich. Die erste Etappe liefen Anke und Volker mit ihrem Schäferhund Murphy, in der zweiten wurden Anke und Murphy von Bettina abgelöst. Das Ziel der zweiten Etappe hieß „Irish Peace Park“. Und genau dort wartete gut gelaunt der fast ausgeschlafene Rest des Teams, der genügend Muße hatte, den Sonnenaufgang und die langsam schwindenden Nebelschwaden über den taufrischen Wiesen zu bewundern. Nach einiger Zeit des vergeblichen Wartens hielten wir Ausschau nach den vermissten Läufern, die eigentlich schon längst da sein sollten. Stimmten vielleicht die Daten für unseren Wechselpunkt nicht? Zu unserer Überraschung kam ein Anruf von Anke, die mit dem Auto schon unterwegs war. Sie teilte uns mit, dass Bettina und Volker schon auf dem Weg zum nächsten Wechselpunkt waren, weil das Laufen so viel Spaß machte. Sie stünde bereits am Wechselpunkt. Leider wussten weder Anke noch die Läufer, dass die Koordinaten des nächsten und des übernächsten Wechselpunktes identisch waren und dass Anke leider schon am übernächsten Etappenziel Armentiéres stand. Statt zwei nun also vier Etappen. Wir beeilten uns, mit dem Bus schleunigst den angesagten Wechselpunkt zu erreichen und die Läufer angemessen zu empfangen, bevor wir sie erlösen konnten. So hatten sich Bettina und Volker den Start in den Tag wohl doch nicht vorgestellt – fast ein Halbmarathon – nach wenig Schlaf und ohne Frühstück. Gabi und Stephan übernahmen dann die nächste Etappe bis zum „Boris-Grenier Military Cemetery“. Mit der „Stabübergabe“ – wir hatten ihn versehentlich in der Eile vergessen – an Angela und Katrin begann eine Laufstrecke entlang vieler Soldatenfriedhöfe verschiedener Nationalitäten.

Während nach uns unser Bürgerteam lief hatten wir die Gelegenheit, uns den großen Soldatenfriedhof „Necropole de la Lorette“ anzusehen. Der Anblick der schier unzähligen weißen Kreuze war beängstigend, zumal auf jedem Kreuz auffallend detaillierte Personenangaben standen.

Nach einer Besichtigung der schönen barocken Innenstadt von Arras und dem Genuss von kräftigendem Kaffee folgte der Besuch des Museums Carrière Wellington. Dieses Museum erinnert an die Schlacht bei Arras im  Frühjahr 1917. Der mittelalterliche Steinbruch unter Arras wurde im Auftrag des britischen Kommandos von neuseeländischen Soldaten durch Tunnel verbunden. Der Name „Wellington“ hat daher den Bezug zu Neuseeland. Diese unterirdische „Stadt“ wurde dann von ca. 24.000 Soldaten des Commonwealth bewohnt, die sich auf einen Angriff gegen die deutsche Linie vorbereiteten. Beim Helmaufsetzen vor der Besichtigung wurden noch viele Späße gemacht. Nach dem Besuch der Tunnelsysteme waren alle Staffelteilnehmer sehr mitgenommen.

Das Tagesziel war Albert, wo wir unsere Zelte in einem Dojo aufschlagen durften. Vorher begrüßte uns der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Jugend/Sport, Xavier Defrance, zusammen mit einem französischen Marathonläufer mit einem Aperitif im Gemeindesaal/salle de fête.

 

 















































15.06.2014 Von Albert nach Compiegne

 

Weil wir als „Gummi 1“ gestern so früh aufstehen mussten, durften wir heute die Spätschicht übernehmen und liefen die letzten Etappen. Dadurch hatten wir genug Zeit, uns in Ruhe einige Besichtigungspunkte vorzunehmen. Besonders schön war der Aussichtspunkte über das Sommetal mit seinen verzweigten Wasserläufen. Das Sommetal ist hier ein Naturschutzgebiet mit schönen Wanderwegen.

Unser Weg führte uns weiter zur Lochnagar Mine, einem riesigen Minenkrater aus der Sommeschlacht, der südlich des Dorfes La Boisselle liegt. Das britische Kommando hatte seit November 1915 im Untertagebau Sprengstoff unter den deutschen Linien platziert und ließ diese am 1. Juli 1916, dem ersten Tag der Schlacht an der Somme, explodieren. Die heftigste der Explosionen  schleuderte Erdklumpen und Steine bis zu 1.200 Meter in die Luft und der Knall war sogar noch in London zu hören. Auch hier fanden wir überall kleine Gedenkkreuze, die mit künstlichen Mohnblumenblüten (remembrance poppies) versehen waren. Die Mohnblüte wurde durch das Gedicht "In Flandern Fields" vom kanadischen Lieutenant Colonel McCrae zum Symbol für die Gefallenen. Er verarbeitete seine Trauer über den Tod eines Kameraden in diesem Gedicht, wo der rot blühende Klatschmohn sowohl an das vergossene Blut der Gefallenen erinnert als auch die Hoffnung nährt, dass das Leben weitergeht.

Die Sonne brannte vom Himmel herunter und brachte uns zum Schwitzen, solange der eisige Wind sich zurückhalten konnte. Der Start unseres Teams (Gummi 1) in den Lauftag begann in Noyon/Picardie an der Oise und am Canal du Nord zusammen mit einigen französischen Läufern, die  Spaß an unserem Staffellauf gefunden hatten. Während des Laufens wurde der Wind seitens der Läufer übrigens als sehr angenehm – weil kühlend – empfunden, denn die Hitze nahm immer weiter zu. Das heutige Etappenende fand sich am Rond Point de L’Amistice, dem Waffenstillstandspunkt bei Rethondes östlich von Compiègne. Hier wurde am 11. November 1918 zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien in einem Eisenbahn-Salonwagen der Waffenstillstand beschlossen.

Unsere Unterkunft fanden wir in einem Formule 1 – das ist eine Hotelkette des französischen Accor-Konzerns und liegt meist an Autobahnen oder Gewerbegebieten. Endlich mal in Betten schlafen! – In Dreibettzimmern, die ziemlich klein waren, aber mit dem nötigsten ausgestattet. Das dritte Bett hing quer über dem Kopfende der unteren beiden Betten sehr gewagt -, WC und Duschen fanden sich auf dem Gang. Aber gegenüber Luftmatratze und Schlafsack mit viel nächtlicher Musik war das schon relativer Luxus und die gesamte Staffelcrew wanderte hungrig in die Brasserie des Gewerbegebietes, wo wir uns bei einem leckeren Essen mit passenden Getränken das WM-Spiel Frankreich gegen Honduras ansehen konnten.

 






























16.06.2014 Von Venette nach Reims

 

 

Unser Team konnte auch heute beinahe ausschlafen – Mittagsschicht. Auf dem Weg zu unserem Startpunkt in Longpont kamen wir auch durch Pierrefonds, einem malerischen Ort an der Oise in der Picardie. Über diesem verwunschenen Örtchen thront ein unbeschreibliches Märchenschloss, das bei den Frauen unseres Teams prompt Assoziationen zu Rittern auf weißen Pferden bzw. einem Dromedar (Insiderwitz) hervorgerufen hat. Leider hatten wir keine Zeit, uns dieses Schloss anzusehen. Die üblichen Trödeleien – zu langsam den Bus beladen, ewig lange bei der Planung der Tagesetappen mit Übereinstimmung der Wechselkoordinaten und Programmierung des Navis gebraucht. Schade.

In Longpont fanden wir am Wechselpunkt die Ruine der Zisterzienserabtei vor, an deren Tor sich eine  – offene – Toilettenkabine befand, die wir nutzen konnten. Diese hatte zwar keine Tür, dafür aber Toilettenpapier; man muss da Prioritäten setzen. So langsam wurden die Etappen durch die Steigungen anstrengender. Unser heutiges Etappenziel lag am Fort de la Malmaison, das im 19. Jahrhundert gebaut worden war. Dieses Fort war 1914 bereits beschädigt, als es zusammen mit anderen Forts im Tal der Ailette von deutschen Truppen besetzt wurde. Erst im Herbst 1917 gelang es den Franzosen, dieses Fort für eine Zwischenperiode zurückzuerobern. Von Mai bis September 1918 hatten die deutschen Truppen das Fort wieder eingenommen. Seit 1965 ist das Fort de la Malmaison ein deutscher Soldatenfriedhof.
Hier wurden wir von den Bürgern bereits erwartet, jedoch waren sie ganz entsetzt darüber, dass wir für sie kein passendes Fahrrad ohne Klickis dabei hatten. So mussten sie sich leider ohne Radfahrer, aber mit GPS-Gerät durchkämpfen. Beim nächsten Mal also besser planen. Aber wenigstens den Staffelstab konnten wir ordnungsgemäß übergeben.


Für uns war jetzt Feierabend und wir machten uns auf den Weg nach Reims, wo wir im Haus der Handwerksgesellen / maison des compagnons unsere Luftmatratzen und Schlafsäcke ausbreiten durften. Das maison des compagnons bietet Handwerksgesellen auf Wanderschaft eine Unterkunft mit Schlafzimmer und Badezimmer,  einen Speisesaal und Aufenthaltsräume  und  ist auch eine Ausbildungsstätte mit Werkstätten und Unterrichtsräumen. Dort trafen wir auf  junge deutsche Steinmetzerinnen, die sich auch auf die „Tour de France“ des Handwerks begeben wollten.

Das leckere französische Buffet musste kurzfristig auf später verschoben werden, denn wir hatten eine portugiesische (!) Kneipe gefunden, in der wir das WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Portugal sehen konnten. Die Stimmung war in unserer Staffeltruppe sehr entspannt, und sogar die Bürger erreichten die Spielübertragung noch während der ersten Halbzeit. Sie waren ganz schön schnell unterwegs – Fußballfieber verleiht eben auch Flügel.
Anschließend verteilten wir uns auf zwei Säle. Gut schlafen konnten wir auch deshalb, weil Dominique sein Nachtlager im Flur aufgeschlagen hatte und den Wachtposten übernahm.

 

 





























17.06.2014 - Von Reims nach Vienne Le Chateau

 

 

Wieder Frühschicht. Dieses Mal ist Volker mit Anke um 5:00 Uhr zum Startpunkt in Loivre gefahren. Von dort ist er dann die 9,59 km bis Courcy gelaufen. Somit hatte der Rest unseres Teams noch genügend Zeit, das französische Frühstück mit Café au lait zu genießen, das Dominique extra für uns organisiert hatte (Frühstückszeit war eigentlich um 7:30 Uhr und nicht um 6:00 Uhr). Anke und Volker mussten hungrig auf die Strecke – die waren doch zu früh auf den Beinen.
In Courcy wurde Volker von Stephan abgelöst, der nach seiner Laufetappe dann das Fahrrad übernahm. Nach ihm hatten Angela und Katrin dann einen schönen Weg entlang des Kanals – nachdem sie sich durch 1 ½ m hohes Gras gekämpft hatten. Zwischendurch machte ihnen auch für einige Meter starker Verwesungsgeruch zu schaffen – aber es blieb keine Zeit, nach einer versunkenen Leiche zu suchen, denn die Zeit drängte. Die Stabübergabe an Gabi verlief in angenehmem Sonnenschein mit leicht frischer Brise. 4,2 km bis zu einer Brücke. Ausschau halten nach Team und Bus, eventuell etwas langsamere Annäherung an die Brücke. So der Auftrag. Die Strecke war wunderschön entlang des Kanals. Nette Boote, Kähne, Industrie, viele Vögel, Enten und ein paar Ratten. Das Problem waren die vielen Brücken – und nirgends stand das Wechselteam. Nach mehr als 5 km versuchte Stephan (Fahrrad), den Rest des Teams zu kontaktieren, zunächst ohne Erfolg. Also – weiterlaufen und den Bus suchen. Einige Brücken weiter ging endlich Katrin ans Handy. Sie hatten Gabi laufen sehen, als sie im Stau standen. Also umdrehen und zurück laufen. So schnell kann aus einer 4,2 km-Etappe eine beinahe 8 km-Strecke werden. Alles war gut, denn es folgte die Besichtigung einer Champagnerkellerei.
Norbert, Katrin und Stefan übernahmen freundlicherweise. Der Rest durfte zur Besichtigung des Champagner-Hauses Lanson, wo wir doppelt so lange auf unser Glas Nobel Cuvée Brut bzw. Nobel Cuvée Blanc de Blancs warten mussten, da die Führung zweisprachig (deutsch-französisch) geführt wurde. Lanson ist übrigens die Hausmarke für die Champagnerduschen bei großen Sportevents.
Das Glas Champagner hat zum Abschluss so schön geprickelt... Den meisten Frauen gefielen übrigens besonders die rosa Flaschen mit Herzchen drauf. Ist das nicht putzig?

Auf dem Weg nach Vienne le Chateau kamen wir am Main de Massiges vorbei, das ist eine Hügelkette östlich von Reims.  Der Name ergibt sich durch die Form der Hügelanlage - sie sieht aus wie eine ausgestreckte linke Hand. 1914 und 1915 fanden hier Schlachten statt, die mit großer Brutalität und vielen Toten  geführt wurden. Ein Privatinvestor hat diesen ehemaligen Kriegsschauplatz gekauft und führt dort Grabungen durch. Der letzte Knochenfund eines unbekannten Soldaten ist auf Mai 2014 datiert. Weitere Grabungen werden noch durchgeführt.

In Vienne le Chateau, einem verschlafenen kleinen Örtchen, konnten wir uns mit Luftmatratzen und  weiterem Gepäck in der großen Gemeindehalle ausbreiten. Den Tag beschlossen wir mit einem lauschigen Sektumtrunk und fröhlicher Grillerei. Reinhard kam aus Gummersbach, um unser Team „Gummi 1“ zu verstärken.
Das Licht in den Sanitärräumen ging automatisch an, wenn die Türen geöffnet wurden. Leider standen die Türen zu den Toiletten die ganze Nacht offen – wahrscheinlich kamen deshalb in regelmäßigen Abständen die lauten Signaltöne, die auch schon mal den Schlaf störten. (Die Verbindung zu den WC-Türen kam übrigens erst jetzt, sonst wären die Türen schnellstens geschlossen worden, Anm. d. Red.)

 




































18.06.2014 - Von Vienne Le Chateau nach St. Mihiel

Vor  unserer Abreise aus Vienne le Chateau kam erst einmal die Abnahme der Räumlichkeiten durch Madame Xavier und ihre Mitarbeiterin. Alles war in Ordnung, wurde uns von den beiden Damen bestätigt. Zum Abschied überreichte Katrin ihnen dann als Erinnerungsgeschenk ein Staffellauf-T-Shirt, mit obligatorischem Foto.

Unser heutiger Start in die Staffel sollte erst am Nachmittag beginnen. Genug Zeit also, unseren Radfahrer Hans zum Bahnhof zu bringen (er musste sich kurzfristig seinen beruflichen Tätigkeiten widmen) und für die Besichtigung des amerikanischen Denkmals in Montfaucon/ Romagne-sous-Montfaucon in der Nähe von Verdun.  Neben dem Denkmal und einer Kapelle umfasst der größte amerikanische Soldatenfriedhof in Europa die Gräber von 14.246 Soldaten, die mehrheitlich während der Maas-Argonnen-Offensive von September bis November 1918 gefallen waren. Hinter dem Denkmal konnten wir einen Blick auf das zerstörte Dorf werfen, das am Fuß des Berges wieder aufgebaut worden war.
Im Ort Bas-sur-Meuse hatten wir dann ein Restaurant an der Hauptstraße ausfindig gemacht, das ein leckeres Mittagsbuffet im Angebot hatte. Da wir aber kurz vor unseren Laufetappen standen, trauten wir uns nicht, etwas zu essen – aus Angst vor Übelkeit durch vollen Magen. Schade. So tranken wir nur etwas und beobachteten die Lkw, die an der Restaurantterrasse vorbeidonnerten. Eine wörtliche Auslegung des Wortes „Straßencafé“ – das hatten wir schon am Tag zuvor erlebt. Da saßen wir vor einem Restaurant/Café direkt in einer Kurve. Das prägendste Erlebnis dabei war der Tiertransporter, der wohl gerade von einer Abdeckerei zurückfuhr, wobei er den durchdringenden Gestank hinter sich her zog. Soviel nur am Rande.
 Ürigens bemerkten wir in Bas-sur-Meuse etwas ganz besonderes: Etliche Häuser oder Garagen waren mit Comicfiguren verziert, wie zum Beispiel Tim und Struppi, Miraculix, die Simpsons, Obelix etc. Sehr außergewöhnlich.

Am Denkmal auf dem Mort Homme, einem Bergmassiv mit mehreren Gipfeln, sollten wir in das heutige Laufgeschehen einsteigen. Der Mort Homme diente den deutschen Soldaten als Beobachtungsposten und war ein günstiger Standort für Artilleriestellungen. Der „Tote Mann“ war eine besonders wichtige Schlüsselstellung für die Eroberung Verduns. Im August 1916 begannen deutsche Infanteristen der Kampfverbände mit dem Bau des Gallwitz-Tunnels im nördlichen Bereich des Mort Homme. Hauptsächlich sollte der Tunnel  dazu dienen, die deutschen Mannschaftsreserven verlustarm in die zweite Linie zu bringen. Der Tunnel wurde nie vollendet.  Und am 20. August 1917 von französischen Soldaten erobert.<o:p></o:p>

Angela und Katrin übernahmen um 14:00 Uhr den Staffelstab in glühender Hitze. Für Anke, Murphy und Gabi wurde es auf staubtrockenen Feldwegen nicht besser und Gabi versuchte, sich als Ablenkung auf die wilden Wicken am Wegesrand zu konzentrieren.
Anke wollte sich eigentlich für den Anstieg zum Beinhaus von Douaumont aufwärmen, musste nach dieser trockenen Etappe aber erst einmal eine Pause einlegen. Die Staffelteilnehmer waren komplett bei einer Führung im Fort Douaumont angemeldet, das im Jahr 1916 für viele Monate von deutschen Soldaten besetzt war.
Den Anstieg von Bas-sur-Meuse zum Beinhaus (Ossnaire de Douaumont) konnte Anke dann mit Bettina nach dem Museumsbesuch angehen.
Am Beinhaus, in dem die Gebeine von über 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten aufbewahrt werden, übernahmen dann Reinhard, Norbert und Volker. Kurz vor dem Wechsel läuteten die Glocken vom Ossnaire de Douaumont – mit einem blechernen Ton, der durch Mark und Bein ging.
Das Fort de Vaux war unser nächster Wechselpunkt. Da wir mit dem Bus schneller waren als die Läufer blieb ausreichend Zeit für eine Besichtigung der Anlage.<o:p></o:p>

Die letzte Etappe des heutigen Tages führte die Läufer nach Fort de Moulainville, vorbei an historischen Schlachtfeldern. Inzwischen wurde uns telefonisch mitgeteilt, dass das Essen/Menue in einem Restaurant in St. Mihiel bestellt sei und das wir vorher keine Möglichkeit hätten, uns noch aufzufrischen. So kam unser Team also hungrig, durstig und nach Schweiß stinkend in dem Restaurant an der Hauptstraße (!) an. Wir saßen dieses Mal übrigens drinnen. Das Essen war traumhaft – Aperitif, Lasagne mit Salat und Getränken, Salat mit Käse und einer Mousse au Chocolat, die auf der Zunge zerging.
Die Nacht teilten wir alle uns zwei  Schlafsäle in der Auberge de Jeunesse St. Mihiel, die vom Ehepaar Royer nur noch als Hobby betrieben wurde.



































19.06.2014 - Von St. Mihiel nach Pont-à-Mousson

Das Ehepaar Royer kümmerte sich beim Frühstück rührend um uns. Madame stellte alles fürs Frühstück - inklusive Kaffee, heißes Wasser sowie kalte und warme Milch - auf die Anrichte und Monsieur bediente uns dann damit. Das war so schön, da konnte doch an diesem Tag nichts mehr schief gehen.

Wir hatten als Team Gummi 1 mal wieder die Mittagsschicht erwischt. Vor dem Laufen nicht viel Zeit und hinterher eigentlich auch nicht mehr... Unsere "Schicht" begann um 11:00 Uhr in Maizey. Egal, wir genossen bei schönstem Wetter die herrliche Landschaft, die entfernt ein wenig an das Deister/Sünteltal erinnerte, mit viel Fantasie, wohlgemerkt. Nur wachsen in der norddeutschen Tiefebene nicht so viele Kornblumen im Feld und auch keine wilden Orchideen. Die Sonne brannte genüsslich vom Himmel und wir fragten uns ernsthaft, ob es sich bei den Pflanzen auf den Feldern, die eindeutig keiner Getreideart zuzuordnen waren, eher eine Hülsenfrucht. Linsen vielleicht... Wir konnten uns da nicht einig werden.

Einer unserer Wechselpunkte war das amerikanische Monument "Butte de Mountsec" in einer Höhe von 377 Metern. Dieses Monument erinnert an die Offensive vom 12. bis 6. September 1918, die in der Sprengung des Mihilebogens gipfelte und bei der 15.000 deutsche Soldaten in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerieten. Von dort oben ist der Ausblick auf die Umgebung mit dem Lac de Madine, einem künstlich angelegten Staussee, fantastisch.
Von dort oben gestaltete sich auch der Weg Richtung Stausee sehr steil. So steil, dass der Fahrradfahrer sicherheitshalber einen anderen Weg nach unten wählte. Bis zum Gruppenwechsel mussten wir den See leider hinter uns lassen. Schade, denn das Wasser lud uns sehr intensiv zum Abkühlen ein, die Luft, die vom See herüberwehte, war sehr erfrischend.

Am amerikanischen Friedhof Thiaucourt-Regnièville, einem amerikanischen Militärfriedhof, gaben wir den Staffelstab an die Bürger weiter.

Von da an hielt uns nichts mehr - es zog uns zum Wasser zurück. Leider kamen wir auf unserem Weg zum Lac de Madine auf einen Unfall zu, der sich kurz zuvor ereignet hatte. Da wir mit einem Wagen des DRK unterwegs waren, trauten wir uns nicht, einfach vorbei zu fahren und versuchten, uns nützlich zu machen. Stephan, der sich mit Erster Hilfe bestens auskennt, kümmerte sich um den Verletzten, der offenbar ein gebrochenes Bein hatte. Ansonsten versuchten wir, die neu ankommenden Autos von der Unfallstelle fernzuhalten, bis Polizei und Krankenwagen kamen. Zum Glück war niemand wirklich ernsthaft verletzt, so wie es aussah.

Danach hatten wir noch Gelegenheit, unsere erhitzten Gemüter im kühlen Nass des Lac de Madine zu entspannen. So konnten wir uns ganz erholt auf dem Weg zur Berufsschule in Pont à Mousson machen, einem Collège, in dem auswärtige Schüler auch übernachten konnten. Das hieß also: Wieder Betten für alle! Und einen schönen Grillabend zum Abschluss.
Was für ein Leben...


























20.06.2014 - Von Pont-à-Mousson nach La Claquette

Wie gut, dass wir uns so gut erholen konnten, zum Ende des gestrigen Tages. Wir hatten als Team Gummi 1 wieder Frühschicht. Stefan hatte uns angemahnt, unsere Etappen würden anspruchsvoll und schwierig, wegen der Höhenmeter. Deshalb klingelten die Wecker für die gesamte (!) Gruppe um 4:00 Uhr in der Früh. Das Frühaufstehen war schon schwer genug, gestaltete sich jedoch umso schwieriger, als wir mit totalem Stromausfall zu kämpfen hatten. Also: alles im Schein einer Taschenlampe erledigen. Gar nicht so einfach. Aber es sollte noch besser kommen. So gegen 4:30 Uhr stand Team Gummi 1 vollständig vor dem Tor des Geländes. Dieses ließ sich aber nicht öffnen, da ja keinerlei Strom floss. Die MacGyvers unseres Teams gaben ihr Bestes. Der Sicherungskasten des Collège blinkte verdächtig und der animateur de nuit (das ist sowas wie ein Nachtwächter oder Betreuer, kein Entertainer) kannte sich auch nicht wirklich aus. Er war wohl noch neu dort.
Nach einer endlosen Weile schafften unsere Teamkollegen es doch, das Tor manuell zu öffnen und so konnten wir mit einer halbstündigen Verspätung in den Tag starten.

Während die ersten auf der Strecke waren, sorgte der Rest des Teams für Frühstück in Form von Baguette und anderem Gebäck. Bei dieser Gelegenheit bot es sich an, in einem kleinen Café, das auch am frühen Morgen schon regen Besuch hatte, einen Café au lait zur Stärkung zu trinken. Norbert und Hans bekamen auch endlich mal einen heißen Kakao serviert, eine chocolat chaud! Natürlich mit seltsamen Blicken seitens der Bedienung. Ist ja schließlich ein Kindergetränk...
Zur Mittagszeit hatten wir unseren Teil des Weges hinter uns und konnten uns an einem See bei Salat, Pizza und Quiche Lorraine entspannen bevor es dann nach Schirmeck ging, wo wir unser Quartier in einem Dojo beziehen wollten.

Am Nachmittag besuchten wir das KZ Struthof auf dem Mount Louise. Vor 1940 war die Gegend beliebt bei Wintersportlern und überhaupt touristisch sehr erschlossen. Aufgrund des Vorkommens von rosa Granit wurde dort von Heinrich Himmler und Oswald Pohl ein Arbeitslager in Auftrag gegeben, das noch 70 Nebenlager hatte, eine Gaskammer zu Versuchszwecken betrieb und in dem "medizinische Experimente" durchgeführt worden sind. Die Ausstellung im Museum war schwer zu verkraften, der Schriftverkehr der nationalsozialistischen Diensthabenden und Professoren unerträglich. Sowas ist schwer zu verdauen.

Nachdem wir unser gesamtes Equipment im Dojo ausgebreitet hatten freuten wir uns auf die typisch elsässischen Flamkuchen, die für uns in einem Ofen draußen gebacken wurden. Und das in wirklich ausreichender Menge. Wir waren alle pappesatt.  Mit einem schönen Glas Rotwein dazu und einem süßen Apfelflamkuchen als Nachtisch konnten wir dann das Dojo von La Claquette mit unseren nächtlichen Geräuschen beglücken.

 


























21.06.2014 - Von La Claquette nach Straßburg

Ganz früh am Morgen, so gegen 6:00 Uhr, hatten sich Teile von Team Gummi 2 und den Bürgern schon auf den Weg gemacht, den Grand Rosskopf, einem Gipfel in den Südvogesen mit einer Höhe von 1.018 Metern, zu überqueren. Bei bestem Wetter - die Sicht war bombastisch.

Da heute unsere letzten Etappen bis zum Europaparlament in Straßburg/Strasbourg vor uns lagen, sollten wir im Anschluss an die Bergetappen nach Möglichkeit in großer Anzahl laufen. Das hat auch ganz gut geklappt, führte unsere Strecke doch nett über einen Fahrradweg entlang des Kanals. Die letzte Etappe, die 4,42 km bis zum Parlament, sind wir dann - bis auf die Busfahrer, alle gemeinsam gelaufen. Ilona durfte als Geburtstagskind unseren Läufertross anführen. Unser Weg verlief auch durch die malerische Altstadt von Strasbourg, wo wir stellenweise auch mit spontanem Applaus bedacht wurden.
Zum letzten Kilometer vor dem Europaparlament schlossen sich dann auch die Fahrer unserer Gruppe an, so dass wir vollzählig im bombastischen Parlamentsgebäude einliefen. Leider wurden wir dort entgegen vorher getroffener Vereinbarungen nicht empfangen und konnten auch den Staffelstab mit der Urkunde bei niemandem abgeben. Ein freundlicher Herr vom Wachpersonal hatte großes Verständnis für unsere Empörung darüber, konnte uns aber auch nicht weiterhelfen.
So blieb uns nur der Rückzug und wir machten uns auf den Weg zum Kanuclub, in dem wir unsere Nachtlager herrichten durften.
Der Abend war wie gemacht für einen lässigen Stadtbummel. Zur Sommersonnenwende fand auch in Strasbourg der "Tag der Musik" statt. Überall wurde auf den Straßen und Gassen Musik jeder Richtung gespielt. Die Altstadt war ein einziges Straßenfest und so schwärmten wir alle aus, um uns ins Gewühl zu stürzen und das Ende unserer anstrengenden Tour zu genießen.
Pünktlich zum WM-Spiel Deutschland gegen Ghana trafen sich viele unserer Läufer aus Gummersbach und Burg in einer irischen Kneipe zur Übertragung des Fußballspiels.
Das Spiel war spannend - und wir alle ziemlich müde. Die Räumlichkeiten im Kanuclub waren begrenzt, aber Läufer sind ziemlich flexibel. Ein Teil von uns verbrachte die Nacht auf der Wiese, viele betteten sich mit ihren Matratzen und Schlafsäcken auf dem Balkon, einige wählten die Umkleidekabinen und ein kleiner Rest verzog sich in den Schulungsraum.

 






































22.06.2014 - Straßburg

Endlich mal ausschlafen. Am nächsten Morgen kamen die meisten ziemlich schleppend aus ihren Schlafsäcken. Nach dem Frühstück unterm Pavillon hieß es Abschied nehmen. Die Läufer aus Burg machten sich als erste auf den Weg, denn sie hatten die weiteste Strecke zurückzulegen. Die Gummersbacher verteilten sich, je nach Tagesplanung, auf die restlichen Busse. Danach war Zeit genug, sich die Altstadt von Strasbourg noch einmal in Ruhe anzusehen mit den verwunschenen Gassen und der schönen Kathedrale. Was für ein schöner Abschluss bei bestem Wetter!

Dieser Staffellauf war wirklich eine tolle Erfahrung. Vielen Dank an Stefan Esser, der die Idee dazu hatte und auch für Planung und Organisation verantwortlich war. Vielen Dank auch an alle, die bei der Umsetzung mitgeholfen haben. Ganz besonderer Dank gilt hier Katrin und Dominique, die die Korrespondenz mit den französischen Behörden und Vereinen geführt haben - und die uns währenddessen geduldig durch die Wirren der französischen Sprache gelenkt haben.

Für Team Gummi 1 waren auch die Fahrradfahrer von großer Wichtigkeit, die uns Läufer entweder mit aufmunternden Worten und ablenkenden Themen (Volker) oder mit Anfeuerungen und Tipps (Hans - Zitat: "Norbert, du musst die Kurve schnibbeln!") begleitet haben oder die beinahe sämtlichen Verkehr mit wedelnden Warnwesten zum Erliegen gebracht haben (Stephan).

Und vielen Dank an alle Teilnehmer! Es war klasse mit euch!

 

 



















 

Hier die weiteren Informationen als PDF-Datei!

 

Hallo zusammen,

nachdem der Lauf "Rund um Oberberg" zusammen mit der SPD Oberberg dieses Jahr nicht geklappt hat, werden wir nächstes Jahr vom 13.6. bis 21.6. einen großen Staffellauf in Angriff nehmen.

 

Er soll an den Beginn des ersten Weltkrieg 1914 erinnern, der zwar gerade im deutschen Geschichtsverständnis kaum präsent ist, aber letztendlich zum Kommunismus, dem Nationalsozialismus, dem zweiten Weltkrieg und nicht zuletzt zur deutschen und europäischen Teilung geführt hat.

 

Er steht unter der Schirmherrschaft des Europaparlaments und führt von Nieuwpoort, an der belgischen Küste bis zum europäischen Parlament nach Strassburg. Dabei folgen wir dem langjährigen Frontverlauf des Krieges. Selbst nach 100 Jahren beeindruckt die teils immer noch zernarbte Landschaft tief. 

 

Da wir versuchen auch französische, belgische und englische Läufer für den Lauf zu begeistern, werden wir vorläufig erst einmal nur 24 von 48 mögliche Plätze an Deutsche zu vergeben. Sollten wir mehr Anmeldungen haben, gibt es eine Warteliste. 

 

Da sich schon jetzt 14 Leute angemeldet haben, meldet Euch fix per Mail mit Name, Adresse, Telefonnummer bei mir.

 

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

 

 

Viele Grüße

 

      

 

Stefan Esser
esserstefan69@aol.com