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Tagesberichte

15.05.09 11:00 Uhr - Die ersten zwei Busse sind gestartet

 

Die ersten zwei Busse aus Gummersbach sind auf dem Weg nach Mödlareuth gestartet. Das Gepäck gut in zwei Anhängern verstaut, hier ein Dank an die Stadt Gummersbach und der Autovermietung Detlef Moll für die Transportunterstützung, wurden die ersten Teilnehmer von zu Hause abgeholt und man traf sich auf der Raststätte Siegerland West (A45) zur kurzen Begrüßung und trat dann die gemeinsame Weiterfahrt an.
Alle sind bei bester Laune und die mitgeführten Handfunksprechgeräte laden die großen Jungs zum Spielen ein. Mal sehen, wie lange die Akkus halten.

 

 

 





15.05.09 18:00 Uhr - Das Team erreicht Mödlareuth

 

Die Gummersbacher treffen die Burger an der Gedenkstätte in Mödlareuth.

Dazu kommen noch Teilnehmer aus Dresden, Frankfurt und England.

Nach Ansprachen von Herrn Grünzner, Bürgermeister der Gemeinde Töpen und Herrn Lebegern, Leiter des Museums Mödlareuth übergaben beide gemeinsam einen Scheck von 200,00€ als Spritgeld für die Tour.

Stefan Esser und Frank Stucke bedankten sich im Namen der gesamten Staffelgruppe und überreichten als Erinnerung eine kleine Grenzsäule, ein T-Shirt und eine Urkunde, die zum Gedenken an die Opfer mit 600 Namen von getöten Menschen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze versehnen ist.

Dann wurden noch einige Gruppenfotos gemacht und mit einer symbolischen Öffnung der alten Sperranlage liefen alle durchs Tor des Grenzzaunes zusammen die ersten 4 km und ein Teil dann schon die ersten drei Etappen über 21 km.

Kinder und Jugendliche der örtlichen Sportvereine begleiteten uns auf den ersten Kilometern. Im Anschluss wurden wir durch das Museum Mödlareuth mit Fleisch und Wurst vom Grill sowie Getränken super versorgt. An dieser kleinen Feier nahmen auch die Dorfbewohner von Mödlareuth teil.  

Als Info gab es noch einen Kurzfilm über das Leben im geteilten Dorf, das von den Amerikanern auch "Klein Berlin" genannt wurde, weil es durch eine Mauer geteilt wurde.

Nun übernachten wir in der Turnhalle von Töpen, um morgen gegen 5.30 Uhr den weiteren Weg zu starten.

35 Frauen und Männer in einer großen Halle und leise hört man die ersten schnarchen...

 

 


















16.05.09 21:00 Uhr - Von Blankenstein nach Grattstadt

 

Um 4:30 Uhr war die Nachtruhe in der Turnhalle von Töpen vorbei. Die erste Gruppe brach auf, um die nächste Etappe zu laufen, Start um 5:30 Uhr. Da sie zunächst nicht gefrühstückt hatten, hielten sie unterwegs an einer Bäckerei in Reichenbach an. Die Chefin wunderte sich zunächst über ihre unbekannte Kundschaft, lud dann aber alle in die private Küche der Bäckerei Zwosta ein und versorgte die Sportler bestens. Herzlichen Dank dafür!

 

Nicht weniger herzlich war der Empfang auf dem Oldtimertreffen in Eberdorf. Spontan begrüßte man die Läufer aus Burg beim Fest per Lautsprecher und applaudierte spontan.

 

In der Puppenstadt Neustadt bei Coburg, an der „Gebrannten Brücke“, erwarteten Herr Petrautzki, der zweite Bürgermeister,  und Kulturdezernent Dieter Seyffert die Athleten. Am Ort, an dem 1990 das Abkommen zur Abschaffung der Personenkontrollen geschlossen wurde, überreichten sie eine kleine Spende (Spritgeld) und Neustädter Grillwürste satt, die, wie die Unterstützung aller anderen Sponsoren, eine solche Veranstaltung erst möglich macht. Da Neustadt auch die Puppenstadt genannt wird und an diesem Wochenende gerade das Puppenfestival läuft, gab es als kleine Überraschung noch kleine Teddybären für alle.

 

In Heinersdorf wurde ein Versuch gestartet, die Reste der  Mauer umzuschubsen, der aber zum Glück fehlschlug, da sonst vielleicht noch Verletzte zu beklagen gewesen wären. 

 

Auch Improvisationstalent war wieder gefordert. Ein Bus mit Sportlern ist durch falsche Koordinateneingabe 30 km vom Startort ihrer Etappen abgekommen, so dass die bereits gestarteten Jogger noch weitere Etappen unter die Sohle nehmen mussten, bis die Fehlgeleiteten eintrafen und die letzte Tagesetappe über 12 km für die Gummersbacher antraten, um dann zum Mittag den Staffelstab an die Burger Laufgruppe zu übergeben.

Die holten trotz des welligen Geländes die verlorene Zeit schnell wieder auf, so konnte die kleine Feier in Neustadt pünktlich starten und alle abends zur wohlverdienten Ruhe am Pfadfinderlager „Sauloch“ in Rödental  zusammensitzen.

 

Natürlich hatten auch die Burger am Nachmittag ein kleines Problem. Die Strecke war durch eine neue Baustelle gesperrt und so musste man sich ein Loch im Bauzaun suchen.

 

Es war wieder ein gelungener Tag und alle Teilnehmer freuen sich auf die morgigen Etappen!

 

Telefonate mit den Daheimgebliebenen gestalten sich per Handy sehr schwierig, entlang der ehemaligen Grenze gibt es viele Funklöcher.

 




















17.05.09 23:00 Uhr - Von Grattstadt nach Fladungen

 

Nach einem guten Frühstück auf dem Pfadfinderzeltplatz "Sauloch", wo wir aber nicht im Zelt, sondern im Gästehaus schlafen konnten, gingen die Burger ab Grattstadt wieder auf die Strecke.

Beim Wechselpunkt im Ort Poppenhausen gab es nach einem kurzen Klönschnack mit Einheimischen die Information, dass es in Poppenhausen eine gute Brauerei gibt. Spontan organisierte einer der Dörfler ein Fass Bier und überreichte es den Burgern als Wegzehrung. Vielen Dank dafür.

Das Schwierige an den heutigen Etappen der Burger waren die Kolonnenwege mit Lochplatten. Leider sind die Löcher nach 20 Jahren immer noch präsent und die Läuferinnen und Läufer versuchten mit unterschiedlichsten Techniken, diese Löcher zu umgehen. Das erforderte eine hohe Konzentration von allen.

 

Das Wetter war tagsüber sehr schön, die Sonne schien vom Himmel, bei 25°C. Nur morgens, auf der ersten Etappe, waren es gerade mal 4°C und der Fahrradfahrer, der die Läufer begleitete, brauchte noch Handschuhe. Am Abend kam ein schweres Gewitter, das uns aber nicht mehr störte, weil das Ziel schon erreicht war und wir gemütlich beim Essen saßen.

 

Unterwegs trafen die Burger nicht nur auf einheimische Menschen, sondern auch die Hunde schauten den Läufern interessiert hinterher.

 

Die Gummersbacher Gruppe konnte noch ein wenig länger schlafen, säuberte dann nach dem Frühstück das Gästehaus und bedankte sich beim Hausmeister mit einer Flasche Zunftkölsch und dem passenden Glas sowie der "Grenzenlos Laufen 2009" Gedenkurkunde.

 

Vor dem Gruppenwechsel mit den Burgern schaute sich die Gummersbacher Gruppe die Altstadt von Coburg an. Auf dem Weg zum Marktplatz inspirierte eine rothaarige Pfadfinderpuppe im Schaufenster eines Pfadfinderladens zu einem schönen Vergleichsfoto mit Bettina Klein. Auf dem Marktplatz gab es einen kleinen Imbiss und die Damen ließen sich die Illusion einer kleinen Karussellfahrt auch nicht nehmen.

 

Beim Gruppenwechsel mit den Burgern ergab sich wieder ein schönes Gruppenfoto. Die Burger hatten ihr Tagessoll erfüllt und machten in der wunderschönen Landschaft ein gemütliches Picknick. Danach ging es zum Sightseeing auf die Veste Heldburg und anschließend auch hier zum historischen Marktplatz, um Kaffee und Eis zu genießen.

 

Die Gummersbacher waren zu der Zeit auf ihren Etappen unterwegs. Auch hier ging es zunächst über die unangenehmen Lochplatten und dann durch eine Vielzahl von Naturschutzgebieten über die Rhön. Die Strecke führte auch an Grenzgedenkstätten vorbei, wo dokumentiert wird, wie die Grenzanlage aufgebaut war. Die Vegetation hat nach 20 Jahren vieles mit schöner Natur überdeckt.

 

An einem Wechselpunkt im Ort Sondheim wurden wir zum Schützenfest eingeladen. Leider ließ der Zeitplan kein Verweilen zu, wir merken uns den Ort aber für später mal.

 

Am Nachmittag machte die Sonne uns allen doch merklich zu schaffen. Die Erschöpfung war allen abends anzumerken.

Zur Übernachtung ging es in die Grenzlandhalle des Ortes Fladungen, wo uns die kalte Dusche wunderbar erfrischt hat. Und wie ihr an den vielen Bildern seht, hatten wir auch endlich mal sehr guten Handy- und Internetempfang.

 














































18.05.09 22:40 Uhr - Von Fladungen nach Wanfried

 

Da am Abend vorher die erste Etappe des heutigen Tages schon gelaufen wurde, konnten die Gummersbacher die heutigen Etappen ruhiger angehen. Es ging über die Rhön mit teilweise doch schwierigeren Geländeverhältnissen, so dass sich die herausgelaufene Zeit vom Vortag allmählich reduzierte. Auch wenn sich die erste Gruppe auf den Bergabpassagen mit Tempoverschärfungen gegenseitig ärgerte, fraßen die harten Bergaufpassagen doch die Zeit.

 

Das Wetter war mal wieder sonnig und es ließ sich gut laufen.

Die Strecke führte mal wieder über Kolonnenwege, die aufgrund ihrer Betonplatten mit Löchern die Läufer und Fahrradfahrer an ihre Grenzen brachten.

Auch tauchten plötzlich viele Weinbergschnecken auf, die wir natürlich nicht zertrampeln wollten, da uns bei dem Anblick das Wasser im Mund zusammenlief (Scherz!).

 

Die Burger, die heute die Nachmittagsetappen übernehmen mussten, wurden vom Point Alpha zum Frühstück eingeladen. Nähere Informationen findet ihr hier:  Die Gummersbacher konnten sich gegen 11:00 Uhr auch dort stärken.

Die letzten Etappen gingen dann über die Höhen entlang des Flusses Ulster bis nach Philippsthal, wo dieser in die Werra mündet.

Am Nachmittag ging es für die Burger durchs wunderschöne Werratal. Auf den letzten Etappen mit Beginn des Rennsteigs mussten noch einige heftige Bergauf- und Bergabpassagen bewältigt werden. In einem Teil ging es über 2 km von  487 Höhenmetern auf 170 Höhenmeter runter. Dieses Gefälle war fast nicht mehr zu laufen und der Radfahrer musste absteigen und schieben. Es kamen aber alle wohlbehalten in Wanfried an und waren - wie jeden Tag - trotz der Schwierigkeiten von der Schönheit der Strecke begeistert.

 

In Wanfried dürfen wir in der Erich-Schröder-Halle des VfL Wanfried übernachten. Der erste Vorsitzende des Vereins, Herr Gebhard, der auch der Bürgermeister der Stadt Wanfried ist, und Frau Krepinsky, die zweite Vorsitzende des Vereins, überraschten uns mit einem üppigen Abendessen. Die vielen selbstgemachten Salate sowie die Würstchen und das Grillfleisch, gestiftet vom Edekamarkt Gärtner, mundeten allen sehr gut. Auch die bereitgestellten Getränke löschten den Durst des langen Tages.

Für diese herzliche Gastfreundschaft bedankten wir uns mit dem Zunftkölsch-Präsent, der Grenzsäule und einem "Grenzenlos laufen 2009"-T-Shirt. Auch die Urkunde zum Gedenken an die Grenzopfer wurde überreicht.

 

Nach einer abendlichen Sightseeingtour durch die Altstadt von Wanfried können wir einen Urlaubstrip in diese schöne Stadt und wunderbare Landschaft nur empfehlen.

 

Nun ist es wieder Zeit, schlafen zu gehen.

 

 

 



































19.05.09 - 23:45 Uhr von Wanfried nach Tettenborn

 

Die heutigen Frühetappen übernahmen die Burger. Um 5:30 Uhr begann die erste Etappe mit einem wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Berg mit einer grandiosen Aussicht auf den Thüringer Wald.

Danach ging es aber richtig zur Sache. Steile Bergauf- und Bergabpassagen brachten vor allem die Fahrradfahrer an ihre Grenzen und darüber hinaus. Es kam bergab zu zwei Stürzen, die zum Glück glimpflich ausgegangen sind. Beim ersten Sturz konnte sich der Fahrer an einem Ast festhalten, bevor sein Fahrrad allein den Berg herunterfuhr, der zweite Fahrer ist dann im Matsch auf steiler Bergabtour ausgerutscht. Hier gab es zum Glück keine nennenswerten Verletzungen.

Auch gestaltete sich die Wegfindung teilweise schwierig. Das GPS-Gerät zeigte manchmal auf Wege, die als solche nicht zu erkennen waren, da sie völlig zugewachsen und zum Teil auch mit Gartenbaugeräten vollgestellt waren. Die Burger kämpften sich aber trotzdem, "unter Einsatz des Lebens das heroische Ziel verfolgend", durch Gestrüpp und anschließende Rapsfelder.

 

Von Lindewerra nach Bornhagen hatte es eine Etappe von 3,7 km Länge in sich. Auf 500 m Länge mussten 258 Höhenmeter überwunden werden. Es ging von 172 mNN auf 430 mNN.

 

Wegen der unvorhersehbaren Schwierigkeiten kam es mit leichter Verspätung zum Gruppenwechsel.

 

Die Gummersbacher wurden vom Museum Schifflergrund und der Leiterin Frau Löhr gegen 9:00 Uhr zu einem üppigen Frühstück eingeladen. Die Getränke wurden vom Museum bereitgestellt, das Essen stiftete die Lebensmittelkette Tegut  sowie die Jausen Station und die Brötchen kamen von der Bäckerei Helbing aus Leinefeld.

 

Gegen Mittag gingen dann die Gummersbacher auf die Strecke und trotz der negativen Berichte der Burger in Bezug auf die Fahrradbegleitung wollten die Gummersbacher in diesem Punkt nicht nachstehen. Gleich auf der ersten Etappe stürzte der Fahrradfahrer und fiel so unglücklich, dass er sich den linken Ellbogenknochen brach. Er schleppte sich noch bis zum nächsten Wechselpunkt und wurde dann von den herbeigerufenen Burgern ins nächstgelegene Krankenhaus zur Unfallversorgung gefahren. Der frische Gips verhindert leider die weitere Teilnahme an der Staffel. Alle wünschen ihm eine schnelle Genesung.

Grenzenlos laufen ist und bleibt eine Grenzerfahrung.

 

Im weiteren Verlauf des Tages waren die Läuferinnen und Läufer begeistert von der schönen Landschaft im Vorland des Harzes sowie dem Einstieg in den Harz. Auf der vorletzten Etappe des Tages konnte schon das Ziel vom nächsten Tag in der Ferne erblickt werden. Der Brocken ist morgen die große Herausforderung für einige Teilnehmer.

In Tettenborn übernachten wir Jugend- und Bildungshaus und freuen uns auf den morgigen Tag.

Dank Frau Hofmann vom JuBi konnten wir um 23:00 Uhr über den Hauscomputer ins Internet. Vielen Dank!

 

 

 

 








































20.05.09 23:00 Uhr - Von Tettenborn nach Hakenstedt

 

Wer abends aufhört, muss morgens anfangen. Dehalb ging es für die Gummersbacher Gruppe um 6:00 Uhr nach einer kurzen Nacht wieder los. Von Zorge aus ging es auf die Höhen des Harzes  und ein Teil der Gummersbacher nahm auch die Etappe auf den Brocken in Angriff.

Auf dieser Etappe ging es 12 Kilometer bergauf zur Brockenspitze und dann wieder 7 km bergab zum Eckerstausee. Dank des schönen Wetters musste keiner frieren. Am Wechselpunkt musste die Gruppe dann aber auf die Fahrzeuge warten, die sich dank des Navis über Waldwege zum Treffpunkt durchschlagen mussten. Von dort aus ging es in einem welligen  Auf und Ab über Stapelburg nach Veltheim.

Wo zum Einen die Gruppe aus Burg wartete, um die weiteren Etappen zu meistern und auch der MDR Sachsen-Anhalt  war mit einem Team vor Ort, um das Geschehen in Bezug auf "Grenzenlos laufen 2009" in Ton und Bild festzuhalten. Der Beitrag wurde dann abends um 19:00 Uhr gesendet.

Die Burger hatten sich am freien Vormittag das Kloster Walkenried angesehen, zudem hatten sie den gestürzten Fahrradfahrer vormittags zum Zug nach Bad Sachsa begleitet. Alle wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung.

Die Etappen der Burger in ihrem Heimatland wurden am heutigen Tag von einigen Verwandten und Freunden begleitet.

Am Nachmittag besuchten die Gummersbacher und ein Teil der Burger die Gedenkstätte Marienborn. Hier bekamen sie einen interessanten Einblick in die Geschehnisse hinter den Kulissen duch Herrn Potratz. Auch wurden sie dort vom MDB Bernd Heynemann besucht, der Schirmherr von "Grenzenlos laufen 2009" ist.

Am Abend kamen dann alle im Jugendgästehaus der Gemeinde Hakenstedt zusammen. Es wird im Sportheim der Eintracht Hakenstedt übernachtet.

Das Abendessen spendierte Best Western Helmstedt. Alle freuen sich auf die nächsten Etappen Richtung Arendsee.

 

 











































21.05.09 21:00 Uhr - Von Hakenstedt nach Arendsee

 

 

Zunächst hat der Bürgermeister von Hakenstedt, Herr Arnold, nach nur vier Stunden Schlaf alle Staffelteilnehmer mit einem super Frühstück versorgt. Auch für die Burger war er früh aufgestanden, dass auch sie vor ihrer ersten Etappe um 5:30 Uhr etwas zu essen bekamen. Nur die Frühstückseier waren dann leider erst für die Gummersbacher vor Ort, denn so früh stehen die Hühner dann auch nicht auf.<o:p></o:p>

Den Burgern begegnete am Vatertag zunächst der Fuchs, der bei seiner morgendlichen Jagd von den Staffelläufern gestört wurde. In Zicherie besuchte ein kleiner Teil der Gruppe das örtliche Grenzmuseum. Die Klötzer Volksstimme und der Aller-Kurier waren vor Ort, um für die örtliche Presse zu berichten, denn mittlerweile hat sich der Grenzlauf in den Gemeinden entlang der ehemaligen Grenze schon herumgesprochen. Die Leiterin des Museums, Frau Christine Luft, überreichte einen Spritgutschein und die Burger bedankten sich mit der Urkunde "Grenzenlos laufen 2009" und der Grenzsäule. <o:p></o:p>

In Darendorf vollzog sich am Mittag der Gruppenwechsel auf die Gummersbacher. Nach getaner Arbeit gönnten sich die Burger ein wenig Vatertag. Auf einer Kreuzung wurde das ortsübliche Strohdrehen praktiziert und in einem Nachbarort von Darendorf gesellte man sich zu einem Vatertagsfest mit Bratwurst und Bier.<o:p></o:p>

 

Die Gummersbacher nutzten den freien Vormittag, um das Schloss Hundisburg zu besuchen. Ausgiebig wurde die barocke Parkanlage bewundert, die nach der Wende von einem Verein in Eigenleistung wieder hergestellt wurde. <o:p></o:p>

Auf den Etappen der Gummersbacher am Nachmittag schien mal wieder die Sonne. Kleinere Hügel mussten überlaufen werden, stellten aber nach dem Harz keine allzu große Herausforderung dar. Nur der ein oder andere Weg war ziemlich zugewachsen und so sorgten u. a. Brennesseln für ein wenig Abwechslung an den Beinen. <o:p></o:p>

Gegen Abend zu den beiden letzten Etappen wurde es dann aber noch mal spannend. Ein Gewitter zog auf, ließ es aber nur ein wenig regnen und zog an den Staffelläufern vorbei.<o:p></o:p>

Abends kamen wir alle zusammen ins Kiez Arendsee, um dort in Ferienhütten zu übernachten. Ein Abendessen im Seglerheim rundete den Tag ab.<o:p></o:p>

Alle gingen früh schlafen in Erwartung auf die morgigen langen Etappen.<o:p></o:p>

 

 
































22.05.09 23:00 Uhr - Von Arendsee bis Schlagsdorf

 

Die Gummersbacher standen heute Morgen früh auf, um pünktlich um 5:30 Uhr mit der ersten Etappe am Grenzmuseum in Schnackenburg zu beginnen. Es ging entlang der Elbdeiche, wo man in den frühen Morgenstunden wunderschöne Landschaften sehen konnte. Auch begegneten wir wieder einem Fuchs, der gerade dabei war, einen Hasen zu jagen. Die Fahrradbegleitung schreckte beide auf und Hase und Fuchs entfernten sich in untschiedlichen Richtungen. So rettete "Grenzenlos laufen 2009" Meister Lampe am frühen Morgen das Leben.

Auf den weiteren Etappen entlang der Elbdeiche sah man Storche, Schafe und in der Nähe der malerischen Weiher Frösche, die die Läufer mit einem schönen Konzert begleiteten.

Nur der Wind blies allen kräftig ins Gesicht. Trotzdem und auch dank neu gebauter Deichwege konnte die Gummersbacher Gruppe am Morgen 45 Minuten Zeit gutmachen, damit die Burger, die dann am Nachmittag ebenfalls 45 Minuten gutmachten und dadurch 1 1/2 Stunden früher zu ihrem wohl verdienten Bier kamen.

Am Vormittag nutzten die Burger ihre Freizeit zum Besuch der Bäckerei Hennig in Salzwedel. Dort wurde ihnen vorgeführt, wie der berühmte Salzwedeler Baumkuchen hergestellt wird.

Auf ihren Nachmittagsetappen verlief bei den Burgern zunächst alles ruhig, bis dann ein heftiges Gewitter aufzog und auf der Etappe zwischen Valluhn und Zarrenfin die Läufer und den Radfahrer voll erwischte. Sie ließen sich davon aber nicht beirren und kamen triefend nass zum nächsten Etappenwechsel.  Danach wurde es aber wieder trocken und es blieb die einzige Etappe von Mödlareuth nach Lübeck, wo das Wetter nicht passte.

Die Gummersbacher nutzten ihren freien Nachmittag, um im wunderschönen Ratzeburg am kleinen Ratzeburger See Kaffee und Kuchen bzw. Waffeln zu genießen. Am Abend trafen sich dann alle in der Turnhalle von Schlagsdorf, wo eine warme Gulaschsuppe insbesondere die Gewitterläufer von innen wärmte.

In einer gemeinsamen Runde wurde noch gefachsimpelt und kurz darüber gesprochen, wie man die morgigen letzten Etappen bewältigt.

 



































23.05.09 23:22 Uhr - Von Schlagsdorf nach Travemünde

 

Staffelläufer strahlen mit der Sonne um die Wette

Der Passatchor singt für die Grenzläufer

Die letzte Etappe des Grenzlaufes sollte für die Sportler die Strapazen der letzten Woche in den Hintergrund treten lassen. Diesmal gab es keine Gruppeneinteilungen und jeder konnte laufen, wann und so viel er wollte. Timo Grothe aus Dresden absolvierte hierbei die gesamte Distanz von 48,77km.

Ab Utecht schlossen sich einheimische Läufer an und es entwickelten sich sofort rege Gespräche. Sogar eine Schulklasse schloss sich für 3 km an. Begleitet wurden die Läufer von einer Eskorte der Bundespolizei. Eine willkommene Stärkung genossen die Atlethen beim Zwischenstop an der Grenzdokumentaionsstätte Schlutup.

Am Samstag, den 23.05.09 um 14:35 erreichten die Grenzläufer aus Gummersbach, Burg, Dresden, Lübeck, Marienborn und Newcastle ihr Ziel in Priwall, das Museumsschiff Passat. Der Polizeipräsident der Bundespolizei und die Stadtpräsidentin standen zum Empfang bereit. Nach der Übergabe des Staffelstabes und der Urkunde, die zum Gedenken an die mehr als 1100 Opfer der Grenze von Mödlareuth nach Lübeck getragen wurde, begeisterte der Passatchor die Läufer.

Der Weg zur Unterkunft nach Lübeck in der Bundespolizeiakademie wurde bei strahlendem Sonnenschein per Boot zurückgelegt, und die Sonne ließ den ein oder anderen ins Reich der Träume gleiten. Hellwach waren alle, als der Karaokevortrag anlässlich eines Jungesellinnenabschiedes die Trommel- und Zwerchfelle stark beanspruchte. In gemütlicher Runde ließen die Sportler die Eindrücke später auf sich wirken und machten sich früh am Sonntag Morgen auf den Weg nach Hause.